des Fischereiverein Augsburg e.V.

Gesunde Fischwasser sind die Grundlage für die Ausübung der Angelfischerei. Sie bieten bei entsprechender Pflege und angemessenem Besatz ausreichende Fangmöglichkeiten bei gleichzeitiger Erholung und Entspannung. Jeder Angelfischer sollte sich daher am Fischwasser so verhalten, als wäre es zusammen mit der anliegenden Landschaft sein Eigentum, das er nach bestem Wissen und Gewissen pflegt, hegt, schont und vor Minderungen und Beschädigungen Dritter schützt. So gesehen dürfen die Pflege der Fischerei- rechtlichen- und Vereinsbestimmungen keinem eine Last sein, sondern zu den vielen Selbst- verständlichkeit des täglichen Leben zählen.

Nachfolgend sind die wichtigsten Bestimmungen und Gebote aufgezeigt, die nötigenfalls vom Vorstand ergänzt oder geändert werden können. Diesbezügliche Beschlüsse sind im Verein-Mitteilungsblatt oder durch ein persönliches Anschreiben den Mitgliedern bekannt zu geben. Sie erlangen am Tag nach der Bekanntgabe für jedes Mitglied Rechtskraft

A. Fischereiausübungs-Berechtigung

Bei Ausübung der Fischerei sind mitzuführen:

der gültige Jahresfischereischein ( ausgestellt von der für den Wohnort des Angelfischers zuständigen Behörde. der Kreisverwaltung oder Kreisfreien Stadt) und ein Erlaubnisschein für das jeweilige Gewässer ( ausgestellt vom Wasserbesitzer oder Pächter hier den Fischereiverein Augsburg e.V. – FVA )
a) Jahres- und Tageserlaubnisscheine sind gültig, wenn sie von einem der Vorsitzenden oder einer vom 1 Vorsitzenden beauftragte Person unterzeichnet sind

b) Vereinsmitglieder sind nicht berechtigt, eine Fischerausübung in einem Vereinsgewässer zu gestatten, auch nicht ihren Angehörigen. Erlaubnisscheine sind nicht übertragbar.

c) Erlaubnisscheine müssen ordnungsgemäß beglaubigt sein.

d) Darin aufgeführte Gewässergrenzen und etwaige Beschränkungen der Fischereiausübung sind zu beachten.

B. Hege und Pflege der Gewässer

Die Hege und Pflege der Gewässer ist erste Pflicht jedes Angelfischers!

Wer sich der Tragweit dieses Gebotes bewusst ist, wird auch ein waidgerechter Angelfischer sein.

Nicht nur weil es das Gesetz vorsieht, sondern weil es im Interesse das FVA und der andern Fischerkameraden liegt, sind die für die Vereinsgewässer angegebenen Fangbeschränkungen und Mindestmaße zu beachten.

Alle Mitglieder sind verpflichtet, auf Fischfrevel und Gewässerverunreiniger zu achten und die strafrechtliche Verfolgung der Täter zu unterstützen.

Gewässerverunreinigungen und Fischsterben sind dem Verein und der nächsten Polizeidienststelle auf dem schnellsten Weg zu melden. Kranke oder tote Fische sind dem Wasser zu entnehmen.

C. Hege und Pflege des Fischbestandes

1. Die Fischerei in Vereinsgewässern darf nur mit Handangel betrieben werden. Der Erlaubnisschein berechtigt, wenn nichts anderes angegeben ist, zum Fischen mit nur einer Handangel. Diese muss immer beaufsichtigt werden.

2. Der Gebrauch von Legangeln ist verboten.

3. Für alle Fischarten, die unter die Landes- oder Bezirksfischereiverordnung fallen. gelten die darin festgelegten gesetzlichen Schonzeiten. Darüber hinaus können vom FVA erweitert Schonzeiten festgelegt werden. Anfangs- und Endtage sind jeweils mit eingeschlossen.

4. Es gelten die in der Landes- und Bezirksfischereiverordnung bestimmten gesetzlichen Mindestmaße. Bei Bedarf werden vom FVA notwendige Erweiterungen bestimmt Mindestmaße werden gemessen in der Geraden von der Kopfspitze bis zum Schwanzflossenende.

5. Soweit keine besonderen Fangbeschränkungen gelten, hat sich jeder Angelkamerad selbst die notwendigen Beschränkungen auferlegen und nur so viel Fische zu fangen, wie er für den eigenen Bedarf braucht.

6. Bei Gewässerablässen hat der Fischfang zu ruhen.

Abweichungen von den gesetzlichen Schonzeiten(C3.). den gesetzlichen Mindestmaßen (C4.) sowie evtl. Fangbeschränkungen (C5.) werden im Mitteilungsblatt oder durch persönliches Anschreiben bekannt gegeben und zusätzlich auf den Fischereierlaubnis scheinen vermerkt, bzw. diesen beigelegt.

7. Fischverkäufe oder Tausch gegen Sachwert sind verboten ( Ausschluss gem. §7 Nr 4 der Satzung)

8. Die unter Einhaltung der Gewässerordnung gefangenen Fische sind sofort nach dem Fang waidgerecht zu versorgen .Untermaßig oder der Schonzeit unterliegende lebensfähige Fische sind mit größtmöglicher Sorgfalt vom Haken zu lösen und unverzüglichin dasselbe Wasser zurückzusetzen.

9. In allen Gewässern ist das Anfüttern der Fische mit Blut, Fleisch und Innereien von Geflügel oder anderen Tieren, ob lose oder in Behältern , nicht erlaubt.

10. Das Nacht- und Bootsfischen ist grundsätzlich verboten, es sei denn, es liegt hierzu für bestimmte Gewässer oder Gewässerteile eine besondere Genehmigung vor. Nachtzeit ist die Zeit von 11/2 Stunden nach Sonnenuntergang (Sonnenverlaufskalender ist maßgeblich) bis 1 Stunde vor Sonnenaufgang (§ 12 Abs. 1 Nr. 6 AVFiG). Das Bootsfischen unter Verwendung eines Motors ist nicht gestattet. (Art. 21 BayWG)

11 Erstellen der Fangmeldung bei

11.1 Jahreserlaubnisscheinen
Eintrag jeden Fischtages vor dem Beginn der Fischereiausübung.
b)
Jeder einem Fanglimit unterliegenden Fisch (Salmoniden, Hecht, Zander Karpfen, Schleie) ist in der Spalte „St.“ sofort nach dem ordnungsgemäßen Versorgen mit einem Strich einzutragen. Andere Fische und das Gesamtgewicht werden nach dem Fischtag (in Zahlen) hinzugefügt.

c) Abgabe des Fangblattes zum Jahresende, spätestens jedoch am 15.01. des darauf folgenden Jahres bei der Vereinsgeschäftsstelle.

11.2 Tageserlaubnisscheinen
Jeder einem Fanglimit unterliegende Fisch (Salmoniden, Hecht, Zander,Karpfen, Schleie) ist in der Spalte „St.“ sofort nach dem ordnungsgemäßen Versorgen mit einem Strich einzutragen. Andere Fische und das Gesamtgewicht werden nach dem Fischtag (in Zahlen) hinzugefügt. Abgabe des Erlaubnisscheines oder des beigelegten Fangblattes baldmöglichst bei der Ausgabestelle oder Vereinsgeschäftsstelle, spätestens jedoch bis 15.01. des darauf folgenden Jahres.

Bei der Ausgabe von Tageserlaubnisscheinen kann eine Pfandleistung zur Sicherung der Abgabe der Fangmeldung gefordert werden.

Jahres- und Tageserlaubnisscheine werden nur dann neu ausgegeben, wenn die Fangmeldung erfolgt ist

12. Zur ordnungsgemäßen Ausübung der Fischerei ist es erforderlich, die nachfolgend aufgeführten Geräte an jedem Fischtag mit sich zu führen:

Maßband Hakenlöser Fischtöter Kescher (Landegerät) Messer

D. Uferbenutzung

Der Fischereiausübungsberechtigte oder Erlaubnisscheininhaber haftet persönlichfür jeden von ihm während oder im Zusammenhang mit der Fischereiausübung auf Ufergrundstücken verursachten Schaden. Kraftfahrzeugführer sind gehalten, nur die zum Befahren freigegebenen Wege zu benutzen und keine Flurschäden zu verursachen. Die Ufergrundstücke sind von jeglicher Art von Abfällen rein zu halten.

E Kontrolle

Um die Angelkameraden, die an unseren Vereinsgewässern diese Gewässerordnung beachten, vor denen zu schützen, die sich in unsere Gemeinschaft nicht einfügen, sind Kontrollen am Fischwasser notwendig.

1. Kontrollorgane sind:

Vorstandsmitglieder und vom Vorstand mit Kontrollen beauftragen Personen; Bestätigte Fischereiaufseher (Art. 86 und 87 BayFiG)Polizeibeamte und Forstbeamte (soweit sie Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft sind).

2.Fischereierlaubnisscheine und Jahresfischereischeine sind auf Verlangen den Kontrollorganen zu Überprüfung auszuhändigen.

3. Die Kontrollorgane sind berechtigt, Erlaubnisscheine vorläufig einzuziehen. Ebenso ist ihnen auf Verlangen der Fang vorzuzeigen und eine Kontrolle des Gepäcks und eines mitgeführten Fahrzeuges zum gestatten.

4. Der vom Boot aus Fischende hat den Kontrollorganen durch eine sofortige Fahrt zum Ufer die Kontrolle zu ermöglichen.

F Schlussbestimmungen

Waidgerechte Ausübung der Fischerei, aufrichtige Kameradschaft, verbunden mit Rücksichtnahme auf Fischkameraden ist vornehmste Pflicht eines jeden Angelfischers. Wer darüber hinaus diese Gewässerordnung hinreichend beachtet und respektiert, erweist sich selbst, seinen Angelkameraden und dem Verein einen großen Dienst.

Bei Erlaubnisscheininhabern, die sich nicht an die angeordneten Beschränkungen der Fischereiausübung oder diese Gewässerordnung halten, bzw. sie ungenügend beachte, ist eine Ahndung nach § 7 Nr. 4 der Satzung (Ausschluss) oder den aufgrund dieser Gewässerordnung erlassenen Richtlinien unerlässlich.

Diese Gewässerordnung trat am 01.01.1963 in Kraft und wurde in der Vorstandssitzung am 14.09.1993 mit Wirkung zum 01.01.1994 und in der Vorstandssitzung am 16.05.2000 mit Wirkung zum 01.01.2001 geändert. Fischereiverein Augsburg e.V.
Der Vorstand

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*Ergänzung zur Gewässerordnung [9 KB]